
Daniel Schaup – Vom Licht im Dazwischen
Ich schreibe über die Momente, in denen das Leben leise die Richtung wechselt. Oft so unauffällig, dass man sie erst im Rückblick erkennt. In meinen Romanen, Erzählungen und Kinderbüchern interessiert mich nicht das Spektakuläre, sondern das, was darunter liegt: die Brüchigkeit von Nähe, das Gewicht einer Entscheidung und die stille Schönheit, die entsteht, wenn jemand wahrhaftig wird – sich selbst gegenüber.
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Der Blick dahinter
Bevor ich mich ganz dem Schreiben gewidmet habe, war das Theater mein Ort. Als Regisseur und Dramaturg habe ich gelernt, genau hinzusehen: Wie entsteht ein Moment, der wahr ist? Was macht eine Situation lebendig – und wann bleibt sie nur Oberfläche?
Diese Fragen begleiten mich bis heute. Mein Studium der Philosophie und meine anschließende Promotion haben diesen Blick präzisiert – nicht, um die Welt theoretisch zu erklären, sondern um ihre inneren Bewegungen genauer wahrzunehmen.
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Zwischen Schreiben und Begleiten
Was ich im Schreiben suche, taucht auch in der Begegnung mit Menschen wieder auf. In meinem Mentoring arbeite ich mit Menschen, die sich in einer Phase des Übergangs befinden – wenn etwas ins Wanken gerät oder sich neu ordnen will.
Dabei geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um Klarheit. Um eine innere Ordnung, die aus dem Verstehen kommt.
Ich lebe und arbeite dort, wo der Horizont weit ist: an der Elbe in Mitteldeutschland und an der Nordsee.